
Hinter einer Rose verbirgt sich nie eine Rose, und sollte eine dahinter stecken, wende man sich angeekelt ab.
Das Projekt Signale ist eine Auseinandersetzung mit der komplexen und ästhetischen Darstellung von Information. Innerhalb dieser Bandbreite, die von kleinen Robotern, singenden iPods in Baumstämmen, bis zur Fotografie und Grafik reicht, spielt sich in den vierzehn ausgestellten Arbeiten ein Dialog mit dem Betrachter ab. Dieser Prozess des Informationsaustausches der Kunstwerke mit dem Betrachter ist es, welcher im Mittelpunkt der Ausstellung steht. Ausstellungsbesucher müssen entschlüsseln, Signale interpretieren, und wohl auch gut zuhören. Die Sprache der Werke ist eine leise, oft muss man einen Schritt zurück machen, die Augen zusammen kneifen; Aus einem scheinbar wilden Haufen Zahlen und Buchstaben formt sich sodann das Gesicht eines Politikers. Nichts muss sein, wie es scheint, Bedeutung ist in den Dingen nur in dem Grad verborgen, in welchem wir sie auch entdecken wollen, und was wir entdecken wollen, bleibt uns überlassen. Die oftmals im neoanalogen Stil gehaltenen Arbeiten entrücken alltägliche Situationen und verklären diese, dem Besucher eröffnet sich dadurch eine neue Ebene seiner altbekannten Welt und nicht selten gelangt man zur Auffassung, dass es wohl gar keine Dinge mehr gibt, nur noch Ansichten. Je einfacher die Dinge werden, desto komplizierter werden sie, je komplizierter, desto ästhetischer.
[Arbeiten] Lisa Langeder sofa23 David Bürger Marcel Seelig Anna Teresa Angermann Walter Lang Katharina Haring Florian Sattler und Assistent Matthias Jäger Philipp Prugger Alexander Schützinger Georg Kettele Martin Kern Barbara Heier Jakob Reichsöllner
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Das Projekt Weil das Schwarze immer gegen das Gelbe kämpft ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Philosophie und Ästhetik gewalttätiger Computerspiele, so genannter „Ego-Shooter“, bzw. mit der Faszination, die diese in unseren friedlichen Breiten ausüben.
Schriftstellern, die keinen Krieg erlebt hätten, würde ihr Leben lang eine entscheidende Erfahrung fehlen, meinte Ernest Hemingway. Sein Landsmann Walker Percy brachte diese auf den ersten Blick problematisch erscheinende Einsicht auf den Punkt: „War is better than monday morning“ – „Krieg ist besser als Montag morgen“: An jenem Morgen, als er in den Krieg zog, heißt es in Percys Roman „Der Idiot des Südens“, habe der Vater des Helden die blühenden Akazien zum ersten Mal wirklich sehen können.
Es geht also – bei Hemingway, Percy und in unserer Ausstellung – um die gesteigerte Lebensintensität in der Ausnahmesituation des Krieges, die uns aus dem grauen Alltag reißt. Übertragen auf das von Matthias Jäger konzipierte Computerspiel, das gewissermaßen die Grundlage des Projekts bildet, könnte man auch sagen: der abstrahierte Kampf zwischen den grellen Farbimpulsen Schwarz und Gelb unterbricht das neutrale Weiß des Friedens.
Die in der Jakoministraße 16, dem ESC Labor, ausgestellten Arbeiten junger steirischer Medienkünstler drehen sich um das virtuelle Moment gesteigerter Lebensintensität, das die Grundlage von „Ego-Shootern“ ist. Die Bandbreite reicht dabei von Skulpturen, die den Besucher selbst in einen Kriegsheld verwandeln über Fotos einer Spielzeugsoldateninvasionen am Jakominplatz bis zu einem vor Ort spielbaren Computerspiel, das statt hektischer Gewalt auf pure Entschleunigung setzt.
[Arbeiten] Walter Lang, Matthias Jäger, Andreas Unterweger, Katharina Haring, Barbara Heier, Stefan Wechtitsch, Matthias Printschler, Marcel Seelig, Claus Plasencia, C M Koppold, Kabelton (Gerald Schauder), Florian Sattler, Reini Blaha, Viktoria Reitter
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