Eine weiße Wand. Starr, stur und weiß. Wie das Flimmern im Schnee, wenn der graue Himmel, alles überdeckend auf die Schneedecke fällt und beinahe erschlägt, was tief unter der Schicht, vergraben, erfroren, auf den Frühling wartet. Kalt. Ist sie. Die Wand. Dahinter gähnt grau der neue Tag. Ich entschließe mich, die Jalousien nicht zu öffnen. So wie gestern. So wie seit langem.
Die Wand sperrt das Leben aus, so wie der Schnee unter der Decke, das Leben ein. Alles ist Eis. Kalt. Meine Finger fahren über die raue Oberfläche vor mir. Weiß und schroff fühlt sich das an. So wie die Kälte dahinter. Ich weiß es bestimmt. Brauche ja nur die Augen zu schließen und daran zu denken. In meinen Gedanken passiert alles. Die Kälte, der Schnee, die Liebe. Aber wozu hat der Mensch Jalousien? Genau. Damit er sich das alles schön raus sperren kann, aus dem Gemäuer. Wann ich das letzte Mal etwas gegessen habe? Also daran kann ich mich jetzt nicht auch noch erinnern. Ich muss mich schließlich um die Wand kümmern. Weiße, weiße Wand. Gute Wand. Ein Bollwerk gegen alles. Alles, das ich nicht sehen will.
Ich strecke ein Bein unter der Decke hervor. Die Luft fährt sanft daran entlang, wie die Finger, an die ich mich, eingebrannt wie ein Signal, konditioniert wie Magenknurren, laut wie finstere Stille, noch so innig erinnern kann. Auf und ab und auf und ab und auf und ab und auf und ab. Das Bein zittert, eine Träne rinnt langsam, wie eine Weinbergschnecke, meine Wange entlang Richtung Kopfpolster. Dort wird sie versickern und versinken, so wie schwere Stiefel im Schnee. Irgendwo in meinem Bauch brennt es ganz laut. Ein Schrei. Ganz Laut. So wie Schmerzen. Aber da ist nichts drin. Nichts nicht. Ich drehe mich auf den Rücken und fahre diesen stummen Bauch entlang mit meinen kalten Fingern, bis hinunter zu den Beckenknochen. Ja. Wie ein spitzer, lauter Schrei fühlt sich das an. Gut. Dann kann ich ja weiter schweigen, unter meiner Bettdecke. Die Knochen fühlen sich an, wie die Wand. Innen und Außen ein Bollwerk gegen alles. Alles, das ich nicht sehen will.
Trotzdem, manchmal, wenn ich meine Augen schließe, weil die Bettdecke anfängt zu flirren, wie das Flimmern im Schnee, dann sehe ich zwei Augen vor mir. Die lächeln, diese Augen. Und glänzen. Und dann ist da ein Mund, der spricht und lacht und … dann kenne ich diese Lippen. Da atmet etwas und spricht und lebt und dann will ich wieder schreien. Aber der Mund berührt nur den Stoff der Bettdecke und dann ist das wie ein deja-vu, nur viel echter. Denn nie wieder, nie wieder diese Lippen. Unter meinen Brüsten, die kaum noch erkennbar sind, schlägt mein Herz. Wenn ich am Rücken liege, kann ich dabei zusehen, wie es schlägt unter der Haut, unter den Rippen. Ich sehe wie es schlägt. Ganz langsam. Komisch, dabei ist es doch zerbrochen. In tausend Stücke und noch mehr. An dem Tag, an dem du weg bist. Hinter die Mauer, wo ich dich nicht finden kann. Hinter die Mauer, wo der graue Himmel alles unsichtbar macht. Hinter die Mauer. Mein Herz schlägt, hinter der Mauer.
Ich weiß gar nicht, wie lange ich hier schon liege und nichts esse. Es könnten Jahre sein, vielleicht auch weniger. Die Zeit vergeht nicht. Sie hat aufgehört zu schlagen, so wie mein Herz, das ganz zerbrochen ist, an dem Tag, an dem du fort bist. Eine neue Träne rinnt wie ein silberner Kristall über die Wange und bleibt hängen, in dem Loch zwischen meinem Oberkiefer und meinem Unterkiefer, bevor sie weiter nach unten rinnt. Vielleicht, wenn ich genug weine, vielleicht bildet sich dann ein kleiner See in meiner Wange? Dann friert er zu, wenn ich einschlafe. Einschlafe und nicht mehr aufwache, um den Ofen an zu machen. Ein, zwei, drei, vier Decken. Ob ich es noch einmal schaffe, ihn an zu machen? Meine Augen fallen zu. Alles wird dunkel. Alles ist dunkel. Nur deine Augen, die blitzen noch immer hinter meinen Lidern. Aber ich bekomme keine Luft mehr zum Schreien. Ich sehe sie so lange, bis sie fort sind, ganz weit fort und dann sehe ich nichts mehr. Die Zeit hat aufgehört zu schlagen. Mein Körper ist so kalt wie die Mauer. Ein Luftzug streicht an meinem Bein entlang. Aber da ist keine Erinnerung mehr, keine Bilder, nur die Wand. Und die Wand, die lebt nicht. Die Wand.

The Elevator Project took place in the Elevator going down to the Bolhao Metro Station in Porto, Portugal. Based on the geography of the city, the ride with the elevator is a quite long one and most of the time a really crowded one. The idea was to create a different atmosphere by putting colored foil over the existing lamps – to dip the cabin into another color. By the time you leave the cabin again and enter the white space of the underground-station your perception of colors has changed.
Sa, 11. Dezember | Screaming Bonsai | finest electronic beats
Yoshiva (boogeebasement.com)
s_Poiler
Xpression
e_lektron
SoUndSo
visuals by Rhythmus42
Das Thermometer fällt, die Tage werden kürzer, Schokonikoläuse grüßen im Supermarkt und Schneeflocken tanzen durch die Altstadtgassen. Der Winter kommt auf kalten Sohlen. Präventiv gegen Schnupfnasen und Winterdepression empfiehlt es sich daher, den Rufen der Bonsais ins wohlige warme PPC zu folgen, um am elektronischen Kamin zu erlesenem Beatgeknister das Tanzbein zu schwingen. Tanzbären und Tanzmäuse verschiebt den Winterschlaf und tut es den Schneelocken gleich – stöbert und tanzet, ihr seid eingeladen!
Start: 22:00 | Einzelfahrt: 5 €, gratis Stamperl | 1€ Ermäßigung für spark7 Mitglieder | ppc bar – Graz, Neubaugasse 6
nächste Termine: Fr, 08.jan @ Screaming Bonsai, ppcbar
Facebook | g24.at
www.myspace.com/dj_yoshiva
www.myspace.com/djspoiler
www.myspace.com/x_pression
www.myspace.com/pineappledrink
www.myspace.com/andreasengele
www.screaming-bonsai.com


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screaming-bonsai.com presents
DAS KARUSSELL
Vernissage & Clubnacht
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Dreh dich: Farben, Formen, bewegte & statische Objekte, Installationen, Klänge & Rhythmus,
… “das gesamte Spektrum junger Gegenwartskunst & -kultur”! Steig ein!
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14:00 – 20:00 Vernissage:
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KÜNSTLER:
Alfred Lenz
Andrea Oeftiger
Andreas Engele
Andreas Vormayr
Arun Popper
Bert Lukas Steiner
Christian Weizer
Desiree Wilhelm
Florian Klien
Judith Breitenbrunner
Maria Stradner
Matthias Printschler
Michael Birnstingl
Miriam Raneburger & Co
Oliver Kratochwill
Stefan Joch
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20:00 – 06:00 Clubnacht:
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CLUB FLOOR: house techno electro breaks drum’n'bass
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THE KONZEPT (Deflicted Rec., Maribor, SLO)
Bitz (Houseverbot, Wien)
Bernstein (Deflicted Rec.)
s_Poiler (Screaming Bonsai)
Xpression (Screaming Bonsai)
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CHILLOUT FLOOR: downbeat reggea minimal dub dubstep
Michael R. (Material Touch, Maribor, SLO)
Lenz (alfredlenz.tumblr.com, Wien)
Element012 (Stubenmusic)
Japun (Contextone)
Neurologic (Duckpond)
Subscientist (Duckpond)
Dubquake
Jimi D
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VISUALS:
Orjo & Chiaroscura
Rhythmus42
OchoResotto
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Kulturkompetenzzentrum, Niesenbergergasse 16, 8020 Graz
5€ ab 20:00, 1€ Ermäßigung für spark7 Mitglieder
Konzept: Bernstein & s_Poiler
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Fr, 02 Oktober | Screaming Bonsai pres. Cap666 | finest electronic beats
Cap666
s_Poiler
Xpression
e‾lektron
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ERNTEZEIT:
Die Bäume verlieren allmählich ihre Blätter und auch die Bonsais bleiben davon nicht verschont. Alte Weiber genießen dennoch den Sommer. Kinder blicken angstvoll dem Schulanfang entgegen. Dem Sommer hat das letzte Stündlein geschlagen! Der Herbst bricht an und es ist nun die Zeit gekommen die Ernte einzuholen: Der Bauer blickt voller Stolz auf das prächtige Feld und ruft seine Magd und auch den einfältigen Knecht zur Ernte. Sämtliche Felder sind voll mit den frischesten und erntereifsten sounds und beats. Auch die Bonsai-Crew hat natürlich ihre Felder abgeerntet und präsentiert nun die Früchte ihrer Ernte in ihrem persönlichen soundgarden, dem p.p.c. Klaus Hippp: “Dafür stehe ich mit meinem Namen”
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Start: 22:00 | Herbsttarif: 4€ inkl. Bowle | ppc bar – Graz, Neubaugasse 6
www.screaming-bonsai.com
www.myspace.com/djcap666
www.myspace.com/djspoiler
www.myspace.com/x_pression
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weitere Termine:
Fr, 16.okt @ DAS KARUSSELL, Niesenbergergasse
Sa, 14.nov @ Screaming Bonsai, ppcbar
Fr, 11.dez @ Screaming Bonsai, ppcbar
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mes branches craquent
il n´y a pas d´eau qui m´enflamme
pas de chaud qui glace mon cauchemar
ou fond mon moral lapidaire et lacrymal
mais tes lèvres avides sur ma bouche
presque et douces elles me touchent
comme petites larmes de la pluie
baisent mon sourire
un rêve illuminé
par lumière diffracté
je me couche ensorcelée
sous l´arbre de la connaissance
et vois le retrait de la raison en transe
je goute le présent de la nuit
une inspiration de la volupté
que je sentir, et je sais,
je suis en vie, ensuite
